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28.03.2019
Fichtelberg

Schneeerzeugung am Fichtelberg

Das technische Verfahren zur Erzeugung von maschinell hergestelltem Schnee ahmt die natürliche Entstehung nach, bei der kleine Wassertropfen gefrieren und so die Form von Schneekristallen annehmen.

Speziell in Oberwiesenthal kommt das hierfür benötigte Wasser aus einem eigens dafür angelegten Speichersee. Dieser Speichersee hat ein Fassungsvermögen von ca. 50.000 m³, welche für die Grundbeschneiung der dafür vorgesehenen Abfahrten auch ohne Naturschnee ausreicht. Dieser See wird über einen natürlichen Bachlauf gespeist.

Wie auch bei der Entstehung von natürlichem Schnee, werden zwei Medien, Luft und Wasser, benötigt. Das Fallen durch kalte Luftschichten entzieht dem Wassertropfen die restliche Wärme, so dass dieser abkühlt und dabei kristallisiert. Für die Erzeugung von technisch hergestelltem Schnee, oft auch Kunstschnee genannt, kommen am Fichtelberg zwei verschieden aufgebaute Schneeerzeuger zur Anwendung, die Niederdruck-Propellerkanone und die Hochdruck-Schneilanze.

Die Niederdruck-Propellerkanonen haben einen höheren Geräuschpegel gegenüber den Schneilanzen, so dass sie nicht überall zum Einsatz kommen. Von ca. 35 Hektar Pistenfläche können annähernd 75 % beschneit werden. Hierbei werden 128 stationäre Schneilanzen und 13 mobile Propellerkanonen verwendet.

Aus 1,0 m³ Wasser entstehen ca. 2,5 m³ Schnee. Über 4 Hochdruckpumpen werden bei voller Auslastung 440 m³/h Wasser zu Schnee umgewandelt. So kann in 113 Stunden ausreichend Schnee produziert werden, sodass alle beschneiten Abfahrten mit einer Schneedecke von 30 cm präpariert werden können.

Der große Vorteil von Maschinenschnee ist, dass seine Beschaffenheit nahezu immer gleich ist. Naturschnee hingegen kann je nach Wassergehalt sehr pulverig trocken oder sehr pappig nass sein. Kunstschneepisten sind grundsätzlich härter als Naturschneepisten. Das liegt an der doppelt so hohen Dichte des Maschinenschnees. Während ein Kubikmeter Naturschnee bis zu 400 kg schwer sein kann, wiegt dieselbe Menge Kunstschnee bis zu 800 kg.

Durch die komprimierte Form eines Korns taut Kunstschnee im Gegensatz zu Naturschnee deutlich langsamer ab. Aus diesem Grund kann eine Kunstschneepiste durch die tägliche Glättung und Festigung mittels Pistenraupen auch nach mehreren Tagen Tauwetter für den Skibetrieb erhalten bleiben.

Beschneiungsanlagen dienen zur Sicherung einer kontinuierlichen Wintersaison, um Ausfälle bei Tauperioden zu vermeiden. In Oberwiesenthal wird frühestens Mitte November mit der Grundbeschneiung begonnen. Im Dezember und Januar werden Schneiperioden zum Anlegen von gewissen Depotvorräten und Beschneiung von Problemzonen genutzt. Im Februar wird nur noch bei schlechten Pistenverhältnissen geschneit, um die Saison bis Anfang April zu sichern.

Weitere Informationen findest du hier.

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