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DSV aktiv
02.07.2019

Mach's wie die Profis: Setz dich aufs Rad!

Nach dem Winter ist vor dem Winter. Viele unsere Dein Winter. Dein Sport. Paten heißt es nicht nur Erholung, sondern harte Vorbereitung für das kommende Jahr. Egal ob Biathleten, Nordische Kombinierer, Skirennfahrer und andere Sportler in den Sommermonaten steigen sie für hunderte Trainingskilometer aufs Rad. Was du von den Profis lernen kannst oder inwieweit du vom Mountainbiken oder Rennradfahren profitierst, zeigt dir DSV aktiv.

Die Profis machen es vor: Wer im Winter fit sein will, darf im Sommer nicht auf der faulen Haut liegen. So steht im April und Mai der Aufbau einer guten Grundlagenausdauer an. Die konditionelle Basis muss von vorneherein stimmen, denn nur so können aktive Sportler den hohen Belastungen im Training und in den Wettkämpfen standhalten. Daher ist für viele das Rad die Lösung, egal ob Mountainbike oder Rennrad.

 

Was bringt dir das Radfahren?

Die Grundlagen- und Kraftausdauer lässt sich besonders gut auf dem Rad trainieren, Das gilt für Profisportler ebenso wie für Freizeitsportler. „Das Radtraining wird in der Saisonvorbereitung intensiv zur Entwicklung der Ausdauer eingesetzt“, erklärt Mark Kirchner, Bundestrainer der Biathleten.  Es ist ebenfalls gut geeignet, um die Beinmuskulatur zu stärken. Auch in den weniger von der Ausdauerfähigkeit geprägten Disziplinen wie Alpin und Skisprung setzen die DSV-Trainer auf das Rad. 

 

 Auf die Abwechslung kommt es an

Egal ob Profi- oder Freizeitsportler, wer fit bleiben will benutzt abwechslungsreiche Trainingsmethoden, die neue Reize mit sich bringen. Das Radfahren wird von vielen Biathlon- oder Langlauf-Teams als Ausgleichstraining eingesetzt, da es eine Abwechslung zu den schon beherrschenden Bewegungsabläufen darstellt. Außerdem ist es eine gute Alternative zum Joggen, Crossrunning oder andere Trainings- und Belastungsformen. Auch beim Radtraining hat man die Wahl: Lieber schneller und längere Strecken? Dann ist das Rennrad perfekt für dich. Das Mountainbike ist perfekt für hohe Abwechslung und Herausforderungen im Gelände geeignet. Zusätzlich gibt es eine mittlerweile etablierten E-Bikes, die den älteren oder ungeübten Sportlern den Spaß des Radfahrens ermöglichen.

 

Mountainbiken: Rauf auf den Sattel und rein ins Gelände

Immer mehr Freizeitsportler folgen diesem Motto und verbinden beim Mountainbiken das Fitnesstraining mit dem Naturerlebnis. Der Ritt durchs Gelände fördert viele Fähigkeiten, die der Skisportler im Winter benötigt – unabhängig vom Leistungsniveau und egal in welcher Disziplin. Im Frühjahr und im Sommer ist das Mountainbiken für viele ein beliebtes Trainingsmittel, denn es dient zur Entwicklung der Grundlagenausdauer. Besonders längere Touren in nicht so schwierigen Gelände sind gut geeignet, die aeroben Fähigkeiten zu trainieren und sollten daher auch bei Alpinskifahrern am Anfang der Saison regelmäßig auf dem Programm stehen. Ebenso spielt beim Mountainbiken neben der Kondition der Spaß am Fahren im Gelände und das Naturerlebnis eine ganz große Rolle.

 

Höhenmeter für Erfolg

Ausdauer und Kraft sind gerade bei Anstiegen und steileren Passagen gefordert und so profitieren Wintersportler von jedem Höhenmeter, den sie im Sommer auf dem Bike zurückgelegt haben. Die sogenannte Kraftausdauer, ist für Alpinskifahrer wie für Skilangläufer die wichtigste konditionelle Fähigkeit und jeder Biker kann mit der Strecke und mit der Gangschaltung selbst entscheiden, ob die Kraft oder Ausdauer im Vordergrund steht. Je schwerer der Gang, desto niedriger ist die Trittfrequenz und umso kraftorientierter das Training.

 

Visuelle Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit

Führt die Biketour in schwierigeres Gelände werden neben der Kondition auch koordinative Fähigkeiten geschult. Gilt es auf schmalen Singletrails enge Kurven und holpriges Terrain zu bewältigen, ist vor allem das Gleichgewicht gefordert. Eine Fähigkeit, die Skisportler gar nicht oft genug trainieren können. Besonders anspruchsvoll wird es, wenn auf dem Höhepunkt einer Mountainbiketour die Belohnung für den schweißtreibenden Anstieg folgt: die Abfahrt. „Da hier sehr schnell auf Geländehindernisse reagiert werden muss, werden beim Bergabfahren die visuelle Wahrnehmung und die Reaktionsschnelligkeit verbessert“, erläutert Kirchner. „Das hilft dem Skiläufer bei schwierigen Abfahrten auf wechselnde Schneeverhältnisse und plötzlich in der Loipe auftauchende Hindernisse reagieren zu können.“ Da diese Fähigkeiten mit zunehmender Geschwindigkeit natürlich an Bedeutung gewinnen, sind anspruchsvolle Downhills auch für Alpinskifahrer die ideale Vorbereitung für den Winter. Und die im Sommer so schmerzlich vermisste Portion Adrenalin gibt's gratis dazu!

 

Trainingseffekte

Ausdauer: Biken in nicht so schwierigem Gelände entwickelt die Grundlagenausdauer. Werden die Anstiege steiler und das Gelände schwieriger, verschiebt sich der Schwerpunkt Richtung Kraftausdauer.

Kräftigung: Beim Mountainbiken wird vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur gekräftigt. Je niedriger die Trittfrequenz, desto kraftorientierter das Training. „Hören“ Sie beim Schalten auf Ihre Oberschenkel!

Koordination: Enge Kurven und holprige Wege schulen das Gleichgewicht. Das Reagieren auf Geländehindernisse verbessert die visuelle Wahrnehmung und die Reaktionsschnelligkeit. Aber: Tasten Sie sich langsam an schwieriges Gelände heran, vor allem in der Abfahrt.

 

Mehr Informationen zur Ausrüstung und Ausstattung beim Rennradfahren und Mountainbiken findest du hier:

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